Setzen 6! Altmaier kann nicht rechnen.

Wo genau Peter Altmaier die Zahlen, die er da so leichtfertig herausposaunt her hat, ist eine Gute Frage.
1 Billion Euro würde die Energiewende die armen deutschen Verbraucher kosten, war er sich Anfang des Jahres noch sicher.

. Das “Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS)” hat eine Studie veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass die Rechnung nicht nur falsch ist sondern auch geltende Gesetze ignoriert.

So behauptet Altmaier, dass für die geförderten Ökostromproduzenten allein 667 Mrd. € bis Ende der 30er Jahre im neuen Jahrtausend fällig werden würden.
Bis jetzt sind laut Altmaier dafür schon 67 Mrd € bezahlt worden (seit 2000).

Die Studie prangert nun an, dass der populistische Vorstoß des Ministers nicht die kostensenkenden Effekte des Ökostroms auf dem Markt berücksichtige.
Auf der reinen Kostenseite der Vergütung, die von Altmaier mit 250 Mrd€ angegeben wird, hat sich der Minister mal eben um 90 Mrd € vertan. Logisch, eine Viertel Billion rechnet sich auch viel schöner.

In seiner Blitzäußerung hat der Minister anscheinend auch nicht Bedacht, dass die hoch subventionierten Anlagen aus der Anfangszeit der Photovoltaik, im Jahre 2022 schon aus der Rechnung herausfallen würden.

Auch die höheren Kosten für Gas, Kohle und Uranimporte sind in dieser Rechnung nicht mit inbegriffen.

Jetzt rudert er zurück

Über Twitter sagt der Minister wörtlich “ich hab die Zahl bisher nur einmal genannt zum aufrütteln. Die dumme Rechnung in der FR zwingt mich nun leider zur Antwort”
Zum aufrütteln kann der Autor des Artikels auch eine Zahl mit auf den Weg geben:

1

Das ist die Anzahl der bewohnbaren Planeten, die wir Menschen besitzen.

BEE kritisiert Regierung

Der Bundesverband Erneuerbare Energien kritisiert den Kurs des Umweltministers Altmaier.
Dieser schwenke immer mehr auf die Seite des FDP-Vorsitzenden Brüderle und des Wirstschaftministers Rösler.
Diese warben unlängst für ein EEG Moratorium.

“Alarminierend” sei dem Verband nach der Plan, den ausbau von Wind und Sonnenstrom schrittweise zurückzuführen.
Die Regierung will bei 52 Gigawatt installierter Photovoltaikleistung die Förderung deckeln und bei 35% Anteil der erneuerbaren Energien sehe die Regierung eine generelle Zubaugrenze für EE vor.

Zur Erinnerung:
Nach dem Beschluss der Energiewende und dem Moratorium der deutschen AKWs, waren 35% Minimalausbau der Erneuerbaren bis 2020 vorgesehen.

Quelle: Photoltaik.eu – BEE kritisiert Altmeiers Bremserkurs

Generaldebatte im Bundestag – Merkel zu Erneuerbaren

Generaldebatte im Bundestag:
traurig, dass Frau Merkel in ihrer fulminanten Rede nicht mal auf die korrekten Zahlen zurückgreifen kann. Installiert sind Deutschlandweit nicht 50GwP Photovoltaikleistung sondern nicht einmal 30GwP.
Eine objektiv betrachtet recht scheinheilige Reaktion, wenn es darum geht die EEG-Umlage zu beschneiden.
Die Problematik der Energiespeicherung hingegen Spricht Frau Merkel nicht an – stattdessen stichelt Sie lieber im Bereich Gebäudesanierung gegen die Opposition.

Brüderle spricht sich für EEG Moratorium aus

FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle spricht sich für ein Moratorium der Erneuerbaren Energien aus.
Hintergrund der Forderung ist, dass bei gleichbleibendem Ausbautempo  im Jahre 2020 der Anteil der Erneuerbaren an der gesamt Stromproduktion bei ca. 50% liegen wird, statt der von der Bundesregierung angepeilten 35%.
Brüderle sieht jetzt die Erzeuger erneuerbarer Energien in der Pflicht ihren monetären Beitrag zum Ausbau der Netze zu liefern.  

Dass ein solcher Beitrag bei der konventionellen Erzeugung von Energie, der Atomkraft und Kohleverbrennung, nie geleistet werden musste, obwohl auch hier Netze geschaffen, Umweltschäden beseitigt und die Endlagerung radioaktiver Materialien gesichert  werden mussten, ist dabei nicht von Belang.
Die gleichen Politiker, die vor dem Boom der grünen Energien behauptet hatten, diese würden nie mehr als ein paar Bruchstücke zur Gesamtstromerzeugung Deutschlands ausmachen, müssen jetzt feststellen, dass sie falsch lagen. Die Erneuerbaren sind auf dem besten Wege, die Rolle, die von der Schwarz-Gelben Bundesregierung für sie anfänglich nie vorgesehen war, nämlich der essentielle Grundstein der deutschen Energiewirtschaft zu werden, zu füllen. 
Das passiert auf einer Basis, auf der viele kleine Investoren und Privatleute Gewinn erwirtschaften, nicht wie bisher einer Ausschüttung von Gewinne an wenige. 

Quelle : Spiegel Online – Brüderle erwägt Moratorium für Öko-Energie

Ein Wahres Wort zu den Strompreisen

Der Strom ist nicht zu teuer! Zu der Überzeugung ist Daniel Bakir in seinem Kommentar auf Stern.de gekommen.
Und natürlich ist etwas Wahres daran – Der Verbraucher zahlte, wie Bakir es formuliert, in der Vergangenheite bis heute und in alle Zeiten die Umweltverschmutzung und Lagerung nuklearer Altlasten. 

Doch wieder ein Grund mehr, selbst für den eigenen Strom zu sorgen ;)

Hier der Artikel: Stern.de - Schluss mit der Hysterie

Ökostrom – Konventionalstrom / was ist denn jetzt billiger?

In letzter Zeit ist es bei einer Reihe Kritikern der Energiewende in Mode gekommen “Ökostrombashing” zu forcieren.
Der regenerative Strom sei zu teuer und Verbraucher hätten bis 2020 Preissteigerungen bis zu 20% zu tragen.

Schaut man sich allerdings die Preissteigerungen der letzten 30 Jahre genau an, so wurde der Strom im Mittel um jährlich etwa 4% teurer.
Mit 2012 als Ausgangsbasis kommt man dann auch auf etwa 20% Preisanstieg bis 2020 – also im Vergleich zur Vergangenheit also etwa die durchschnittlich 4% jährlich, wie auch in den vergangenen 30 Jahren.

In Wahrheit ist der reine Ökostrom meist genauso teuer wie der Konventionalstrom. 
Der Großteil der Preissteigerungen rührt, wie die meisten Verbraucher es schon richtig erkannt haben, von der Gewinnmaximierung und Wachstumssucht der großen EVUs her.

Dazu ein interessanter Artikel im Stern – Ökostrom oft kaum teurer als konventioneller Strom

100 Tage Umweltminister Altmaier

Der Spiegel resümiert heute über die ersten 100 Tage im Amtszeit des Umweltministers.
Wo es es harkt und wie es weitergehen könnte bei den Themen Photovoltaik und Offshore-Windenergie sowie Stromtrassenbau ist im unten aufgeführten Link hinterlegt.

Quelle: Spiegel Online – So steht es um die Energiewende 

Verbraucherministerin Aigner (CSU) gefährdet Windkraftausbau

Offenbar kann Frau Aigner dem Verbraucher rund 7 Euro jährlich nicht zumuten, die der Netzausbau den Endstromverbraucher letztendlich kosten würde.
Mit Aigners Vorstoß ist nun auch die mühselige Einigung zwischen Umweltminister Altmaier (CDU)  und Wirschaftsminister Rösler (FDP) gefährdet.

Quelle: Spiegel-Online