Die Mär vom teuren Sonnenstrom

6. Februar 2013

strompreise-sinkenDie Preise an der Strombörse in Leipzig kennen nur eine Richtung!
Nämlich nach unten!

Die Strompreise sind in den letzten eineinhalb Jahren stark gesunken. Einkäufer müssen zur Zeit nur rund 42€ pro Megawattstunde bezahlen.
Da weite Teile des Strommarktes durch Futures, Termingeschäfte, organisiert sind, wird diese Preisnachlass aber erst 2014, 2015 an den Endkunden weitergegeben.
In den letzten Jahren lagen die Einkaufspreise pro Megawattstunde wesentlich höher, nämlich bei 50-60€ partiell sogar bei ca. 90€.

Ob dieser Schnäppchen-Strom aber auch an den Endkunden 1:1 weitergegeben wird bleibt fraglich. Die Energieversorger machen den teuren Netzausbau und die Erneuerbare Energienumlage verantwortlich für den hohen Preis (26cent), den der Endkunde derzeit zahlt. Realistisch betrachtet muss man daher wohl davon ausgehen, dass die Energieversorger es bei dem hohem Preis belassen werden und Einsparungen nicht an den Endverbraucher weitergeben.

Dies wiederum könnte Photovoltaik Hausanlagen mit Speichersystemen zugute kommen, die bereits jetzt preiswerteren Strom produzieren können.

 

Quelle: taz.de

 

“Atomkraft unbezahlbar” Süddeutsche Zeitung

6. Februar 2013

Atomstrom-kostet-geldIn der Ausgabe vom 5. Februar rechnet die Süddeutsche Zeitung vor, dass England bis ins Jahr 2120 noch insgesamt 100 Milliarden Pfund aufbringen müsse um die für den Unfall im Kernkraftwerk an der irischen See Ende der 50er Jahre entstandenen Verseuchungen zu beseitigen. Die Süddeutsche sieht Atomstrom als die teuerste Energiequelle überhaupt an:

“Außerhalb der ehemaligen Sowjetunion und Japans gibt es wohl keinen Ort, der so verseucht ist wie Sellafield. Der britische Nuklearkomplex, im Nordwesten Englands direkt an der Irischen See gelegen, vereinigte einst alle Teile des Uran- und Plutoniumkreislaufs an einem Ort: Brennelementefabriken, Kernreaktoren und Wiederaufbereitungsanlagen.

Die Abfälle der dort ausgeführten radiochemischen Arbeiten lagern teilweise in Teichen, Silos und leckenden Tanks auf dem Gelände. Außerdem müssen die Verwalter noch die Ruine eines 1957 bei einem Feuer beschädigten Plutoniumbrüters abreißen. Das wird teuer, hat am Montag ein Komitee des britischen Unterhauses festgestellt.

Zurzeit rechnet man in London mit Gesamtkosten von 67,5 Milliarden Pfund (78 Milliarden Euro) bis zum Jahr 2120 allein für Sellafield. Hinzu kommen weitere 32,5 Milliarden Pfund für die anderen Nuklearstandorte Großbritanniens. Das ergibt zusammen eine grob überschlagene Summe von 100Milliarden Pfund; tatsächlich erwarten die Abgeordneten weitere Steigerungen.

Im Jahr 2007 hatte man die Gesamtkosten noch auf 61 Milliarden Pfund geschätzt. Eine ganze Abfolge von Regierungen habe vor dem Problem des nuklearen Rückbaus versagt, kritisiert das Komitee. Derzeit kosteten die Arbeiten in Sellafield bereits 1,6 Milliarden Pfund, und zwölf der 14 Projekte dort seien hinter dem Zeitplan zurück.”

Quelle: Süddeutsche Zeitung 2013
Gefunden auf http://www.sonnenseite.com/

Altmaier will Energie-Soli

28. Januar 2013

Peter Altmaier stellt heute sein “Eckpunktepapier” für eine “Strompreis-Sicherung” vor. Vorgeblich um den Preis für den Verbraucher niedrig zu halten will der CDU-Mann folgende Maßnahmen einführen.

- Einspeisung für Neuanlagen flexibilisieren (Einspeisevergütung wird erst dann bezahlt, wenn das EEG-Konto ausgeglichen ist)

- Besitzer von Ökostromkraftwerken sollen Energie-Soli zahlen (Verzicht auf teile der Vergütung)

- Eigenverbraucher sollen auch eine Ökostromumlage zahlen.

- Die Ausnahmen der energieintensiven Betriebe sollen begrenzt werden. (Nur die 1. Mio kwh soll mit der vollen EEG-Umlage veranschlagt werden)

 

Mit Gegenwind ist zu rechnen.
Quelle – Spiegel 

Fraglich ist, ob ein solcher Energiesoli überhaupt durchgesetzt werden kann.

Achtung vor Flexstrom – Billigstrom ist meist teuer!

23. Januar 2013

Der Stromanbieter Flexstrom verärgert Kunden.
Viele der Stromkunden, die wegen der höheren Tarife zu dem vermeintlich billigerem Anbieter gewechselt sind, klagen jetzt darüber, versprochene Bonuszahlungen des Anbieters nicht erhalten zu haben.

Frontal 21 legte in der Sendung vom 22.01.2013 offen, dass der Tarif, den Flexstrom Anbietet, nur dann zu einem Gewinn für die Firma werden kann, wenn der Kunde mehr als 1 Jahr bei dem Stromanbieter bleibt.
Des Weiteren wurde berichtet, dass der Anbieter es derzeit nicht schaffe neues Kapital aufzunehmen, welches er braucht um die hohe Kundenabwanderung zu finanzieren.
Auch nicht bezahlte Rechnungen bei den Stadtwerken, über die Flexstrom seine Kunden versorgt, sorgen für Probleme. Das geht so weit, dass einige Stadtwerke Flexstrom nichtmehr beliefern wollen (bei ca. 40 der insgesamt 80 Stadtwerke, mit den Flexstrom arbeitet, sollen offene Rechnungen noch nicht beglichen worden sein.)

Tips zum Stromsparen

Lassen Sie sich von Lockangeboten mit Bonuszahlungen nicht bestechen. Geschäftsmodelle, bei denen der Strom anfänglich viel billiger ist und auf Jahresvorrauszahlungen beruhen, müssen das Geld, das ihnen entgeht, in den folgenden Jahren von ihnen zurückholen damit sie rentabel sind. Bestes Beispiel ist der Pleitestromanbieter TelDaFax.

Ändern Sie stattdessen Ihr Nutzungsverhalten. Hier sind 4 einfache Tips.

- Denken Sie über die heimische Beleuchtungsänderung nach (LED, Energiesparlampen)
- Kaufen Sie, wenn möglich, energiesparende Geräte ( A+++ und A++ Geräte sind zwar in der Anschaffung teuer, zahlen sich aber mehrfach aus)
- Schalten Sie Standby-Geräte mit einer abschaltbaren Mehrfachsteckdose aus, wenn Sie diese nicht brauchen.
- Waschmaschine und Geschirrspüler voll auslasten.

Oft kann eine professionelle Energieberatung und der anschließende Maßnahmenkatalog eine extreme Energiekostenentlastung mit sich bringen.

 

Quelle: Frontal 21 – ZDF Hier können Sie den Bericht in der ZDF Mediathek sehen

AKWs werden unrentabel / Erneuerbare triumphieren

2. Januar 2013

2012 wurden Weltweit nur 2 Kernkraftwerke in Betrieb genommen.
Waren im Jahre 2000 noch 444 AKW-Blöcke in Betrieb, sind es heute noch 431.
Das hat auch viel damit zutun, dass Länder, die viele AKWs zubauen wollten (China, Indien), aufgrund der Reaktorkatastrophe in Japan eine abwartende Haltung eingenommen haben.

2011 schrumpfte die  Energieerzeugung durch Kernkraft um 7,4 Gigawatt. Die Windkraft wuchs um 40 Gigawatt und die Photovoltaik um 30 Gigawatt.
2012 blieb die Kernkraft auf gleichem Niveau, gleichzeitig wuchsen Photovoltaik und Windkraft aber um schätzungsweise 85 Gigawatt.

Quelle: Sonnenseite.com – Atomkraft tritt auf der Stelle und wird von Solar- und Windkraft überrannt

Kabinett erhöht Topf für Gebäudesanierung auf 1,8 Milliarden Euro

20. Dezember 2012

Das Kabinett hat beschlossen, dass ab 2013 weitere 300 Millionen Euro in die energetische Gebäudesanierung investiert werden. Der Topf für Gebäudesanierung wächst damit auf 1,8 Milliarden Euro an. Das Programm soll 8 Jahre lang laufen und richtet sich explizit an Wohnungs- und Hausbesitzer. Eine Investition die nötig ist, entfallen in Deutschland doch 40% des Energieverbrauchs auf den Gebäudeberreich – auch  ca 1/3 der CO2 Emissionen findet hier statt. Das jetzt neu aufgelegte Programm soll die Sanierungsrate aller Gebäude in Deutschland auf 2 Prozent jährlich heben.

Im Moment ist diese Rate leider Rückläufig. Die häufigsten Gründe, die gegen eine Sanierung sprechen sind die Unwissenheit der Betroffenen über das Einsparpotential oder einfach die Angst vor der Hohen Investitionssumme.

Quelle: Sonnenseite.com – Kabinett beschließt 5000€ Zuschuss

Deutschland exportiert mehr Strom als jemals zuvor!

14. November 2012

In den ersten 3 Quartalen des Jahres 2012 hat die Bundesrepublik nach BDEW (Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft) 12,3 Terrawattstunden Elektrizität über die Grenzen exportiert.2010, also vor dem Atomausstieg, lag der Exportüberschuss bei 8,8 Terrawattstunden.Die Erneuerbaren Energien drücken die Preise an der Strombörse und das führt dazu, dass mehr Strom in die Nachbarstaaten exportiert wird.In den Niederlanden ist es sogar schon zum herunterfahren von Gaskraftwerken gekommen, weil der preiswertere Strom aus Deutschland importiert wird. 
Betroffen ist der Betreiber RWE. 

 

Quelle: Managermagazin

 

Vergütungssätze Stand November 2012

1. November 2012

Die Vergütungssätze für Photovoltaik bis  Januar stehen fest.
Die Daten sind gerade Frisch von unserem Photovoltaik Großhändler  hereingekommen

Alles über die Vergütung lesen

PV-Speichertechnologien werden rentabel

18. Oktober 2012

Zwischen 600 und 3000 Euro liegt die Kilowattstunde Speicher mittlerweile.
Die Preisunterschiede erklären sich teils durch die Qualität der Batterien, teils durch ihre Bauart.

Auf 20 Jahre hochgerechnet kann eine Batterie die einen Haushalt, der 4700 kWh pro Jahr verbraucht, bis 12.000 Euro einsparen.
Ausgegangen wird dabei von einem Anstieg des Strompreises bis 2030 auf 35cent und einer Verzinsung der Investition mit 2% – ausgehend von Preise für das Equipment von 2013.
Bei diesem Szenario sind die Ersatzkosten für eine neue Batterie nach einigen Jahren noch nicht eingerechnet.

Es wird trotzdem immer interessanter, sich die Speichertechnologien genau unter die Lupe zu nehmen.
Auf jeden Fall sind Speicher bis jetzt der gangbarste Weg zur Energieautonomie.
 

Für Early Adopter bieten wir bereits vorhandene Speichertechnologien an – fragen Sie einfach nach.
 

Quelle: Photovoltaik.eu - Die Speicher kommen

Deshalb wird unserer Strom teurer!

12. Oktober 2012

Im Moment wird die Umlage durch das EEG den Betreibern von Solar, Wind und Biogasanlagen garantiert.
Diese Vergütung wird den Betreibern durch die Netzbetreiber gezahlt, welche die Differenz zwischen der Umlage und dem Preis der Strombörse in Leipzig als Unkosten geltend machen können.
Die Unkosten werden letztlich also von allen Verbrauchern getragen.

Von Allen Verbrauchern? Nein!
Denn große und “energieintensive” Industriebetriebe sind von der Umlage ausgeschlossen.
Wobei der Begriff “energieintensiv” ziemlich weit gefasst ist. Denn bis zum Jahresende 2012 wird mit bis zu
5000 weiteren Anträgen auf Befreiung von der EEG-Umlage gerechnet.

Die regierenden Unionsparteien und FDP finden dieses vorgehen gerechtfertigt, denn so würden diese Unternehmen international Wettbewerbsfähig bleiben und Arbeitsplätze erhalten bleiben.
Sieht man diese Aussagen mit Betrachtung des Sterbens der deutschen Photovoltaikindustrie, kommen einem derartige Aussagen befremdlich vor.

Befremdlich ist auch Folgendes:
Die Erneuerbaren Energien verbilligen den Strom an der Leipziger Strombörse – Die Differenz zum Einkauf von den Netzbetreibern wächst und die EEG-Umlage wird höher.

Die Folge Davon ist, dass der Strom für die umlagebefreite Großabnehmer auf ein historisches Tief von 4,47cent / kWh gefallen ist, während der Privatverbraucher Rekordverdächtige 26 cent / kWh zahlt.
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