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Modulpreise ziehen an

Eigentlich wäre zu erwarten gewesen, dass auch im Jahr 2013 die Modulpreise wieder fallen. So hatten 2011/2012 viele Modulhersteller in effektivere Produktionsanlagen investiert und man ging von einer leichten Abkühlung der Zubausituation aus. Allerdings tritt jetzt gegenteiliges ein. Im 1. und 2. Quartal 2013 werden sich laut vielen Großhändlern die Modulpreise verteuern. Unter anderem hängt das damit zusammen, dass zeitgleich mit dem unentschlossenem Handeln der Bundesregierung in Deutschland, viele andere Länder ein dem EEG ähnliches Gesetz verabschiedet haben.

In der Europäischen Union haben allein Irland, Frankreich, Spanien, Portugal, die Niederlande, Belgien, Dänemark, Tschechien, Österreich, die Slowakei, Ungarn und Griechenland ein ähnliches Modell, dass auf einer Einspeisevergütung besteht.

Aber auch die großen asiatischen Nationen investieren massiv in den Ausbau von Photovoltaik. So werden Japan und China Deutschland im Zubau für 2013 deutlich überholen. Indien ist im Begriff ein Beispielloses Ausbauprogramm zu starten. So kommt es, dass die Modulbauer im Moment nicht genug Module liefern können und so die Preise anziehen.

Schon am Anfang des PV-Booms hatten wir einen starken Verkäufermarkt, mit teils sehr langen Wartezeiten für Module, Wechselrichter und Dachmontagesysteme. Es ist zwar nicht davon auszugehen, dass es wieder zu derartigen Situationen kommt, doch bei gleichzeitig sinkender Einspeisevergütung wird der jetzige Trend fortgeschrieben werden, dass Hausbesitzer ihren Strom selber verbrauchen werden. Die Anlagen werden kleiner werden und mit einem Speicher ausgestattet sein, damit der Eigenverbrauch möglichst hoch ist.

Vermutlich werden auch immer weniger Photovoltaik-Anlagen bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden, da der Bundesumweltminister und der Wirtschaftsminister planen, auch bei Eigenverbrauch eine EEG-Umlage abzuführen.